Es wurde höchste Zeit etwas zu unternehmen

Bei einem Gewicht von 247 kg bei einer Größe von 186 cm und einem Body-Maß-Index (BMI) von 71,4 entschied ich mich für eine Magenverkleinerung.
Dieser bariatrische Eingriff war für mich die einizige Lösung, um von meinem enormen Übergewicht (Morbide Adipositas) runter zu kommen.

Begleiten Sie mich in ein Leben ohne morbide Adipositas, und schöpfen Sie Mut aus diesen Seiten, um Ihr Gewicht zu besiegen.

Einschränkungen & Behinderungen

150 kg Übergewicht machen sich im persönlichen Leben sehr bemerkbar.
Die Beweglichkeit und Ausdauer lässt extrem nach.

Gesundheit

Meine Gesundheit hat durch die Folgen des massiven Übergewichts (Body-Mass-Index 71,4) sehr viele Einschränkungen erlitten, und diese wurden von teils schwerwiegenden Erkrankungen begleitet.

Erstgespräch

Wenn der Entschluss zu einer Adipositas Operation gefallen ist, dann führt kein Weg daran vorbei in einer entsprechenden Fachklinik einen Termin zum Erstgespräch auszumachen.

Operative Verfahren zur Gewichtsreduktion

Der Schlauchmagen – „Sleeve-Gastrektomie“

Dieser Eingriff findet Anwendung bei Patienten mit extrem hohen BMI-Werten und/oder deutlich erhöhten allgemeinen Gesundheits- bzw. Narkose-Risiken. Der Schlauchmagen entsteht durch Entfernung von zwei Dritteln des Magens. Dadurch kommt es in der Folge zu einer erheblichen Reduzierung der aufnehmbaren Nahrungsmenge. Die Risikoeinschätzung liegt zwischen Magenband und Magenbypass.

Die zu erwartende Gewichtsreduktion liegt bei ca. 70 % des Überschuss-Gewichtes. Da aber 30 – 50 % der Patienten mittelfristig wieder eine Ausdehnung des verbliebenen Magenrestes (des „Schlauches“) aufweisen, muss häufig nach rund zwei Jahren eine zweite OP erfolgen. Hierbei kann dann der Schlauchmagen z.B. in einen Magenbypass umgewandelt werden.

Der Magenbypass – „Roux-en-Y-Bypass“

Bei einer Magenbypass-Operation wird ein kleiner Vormagen vom restlichen Magen komplett abgetrennt und durch Nähte direkt mit dem Dünndarm verbunden. Dadurch werden Restmagen, Zwölffingerdarm und der oberste Teil des Dünndarms umgangen. Somit wird der Speisebrei erst zu einem späten Zeitpunkt mit den Verdauungssäften vermischt. Dabei gibt es zwei Effekte, die zu einer Gewichtsabnahme führen:

Einerseits können aufgrund des kleinen Vormagens nur geringe Mengen Nahrung aufgenommen werden, andererseits werden aufgrund des verkürzten Weges durch den Magen-Darm-Trakt auch bestimmte Nährstoffe nur noch in verringerter Form in den Körper aufgenommen werden, die sog. „Malabsorption“.

Das Magenbypass-Verfahren kommt in erster Linie für Patienten mit einem BMI-Wert >50 kg/m2 in Frage. Ebenso kann es in Betracht gezogen werden, wenn der Patient einen BMI < 50 kg/m2 hat, aber gleichzeitig an Diabetes erkrankt ist.

Omega Loop Magenbypass

Bei dem Omega Loop Magenbypass wird der Magen ebenfalls unter Belassung eines kleinen Anteils („Pouch“) abgetrennt. An diesen Magenanteil wird eine Dünndarmschlinge genäht, um den Magen zu umgehen. Durch eine Verkleinerung des Magenvolumens und durch eine Umgehung des ersten Dünndarmabschnittes wird sowohl die Essensmenge, als auch die Aufnahme der Nahrung im Darm reduziert. Des Weiteren kann ein nicht-verstellbares Band („Banded-Bypass“) um den Pouch gelegt werden, um im späteren Verlauf einen Ausdehnung dieses Bereiches zu verhindern.

Der durchschnittliche Gewichtsverlust liegt bei 60-80% des Überschussgewichtes innerhalb von zwei Jahren.

Das Magenband - „Gastric Banding“

Die Implantation eines Magenbandes kommt vor allem für Patienten mit BMI-Werten von unter 50 kg/m2 und ohne Diabetes in Frage. Die Methode bietet die mit Abstand geringsten OP- und Narkose-Risiken. Dabei bildet das aus Silikon bestehende Band kurz hinter dem Mageneingang eine künstliche Engstelle zwischen einem dadurch entstehenden sehr kleinen „Vormagen“ und dem restlichen Magen. Dieser „Vormagen“ ist rasch gefüllt und führt bereits kurz nach Beginn der Mahlzeit zu einem Völle- und Sättigungsgefühl. Dies bewirkt über die Verringerung der Nahrungsmenge eine verminderte Kalorienzufuhr und so kommt es zu der gewünschten Gewichtsreduktion.

Pro und Kontra Bariatrischer Eingriff

Pro

  • Gewichstabnahme
  • Verbesserung der Gesundheit
  • Verbesserung des Wohlbefindens
  • mehr Freude am Leben
  • mehr Lebensqualität
  • Verbesserung der Beweglichkeit

Kontra

  • der Schlauchmagen ist nicht rückgängig zu machen
  • mögliche Komplikationen bei der OP (z. B. Undichtigkeit der Klammernaht, usw.)
  • Ernährungsumstellung für den rest des Lebens (weniger Fette und Kohlenhydrate, viel Eiweiß, viel Gemüse)