Mein Antrag auf Kostenübernahme eines Bariatrischen Eingriffs an die atlas BKK ahlmann.Mein Antrag an die Krankenkasse

Sehr geehrte Damen und Herren,

es wird Zeit, dass sich etwas verändert, denn seit gut 20 Jahren kämpfe ich mit meinem Übergewicht. In diesen Jahren habe ich schon sehr viel versucht, um von den überschüssigen Pfunden runter zu kommen, aber leider immer ohne erwünschten Erfolg.

Deswegen habe ich mich nach vielen Überlegungen und Anraten meiner behandelnden Ärzte entschlossen einen Chirurgen für einen Bariatrischen Eingriff aufzusuchen und mich beraten zu lassen, mit dem Ziel eine Magenverkleinerung in Form einer Schlauchmagenoperation durchführen zu lassen. Denn so kann es definitiv nicht weiter gehen.

Der Eingriff würde im Diakonissenkrankenhaus Mannheim unter der Leitung von Herrn Dr. André Lindner (Oberarzt) durchgeführt werden.
Ein Gutachten des Diakonissenkrankenhauses liegt diesem Antrag als Anlage bei.

Behandelnde Ärzte der letzten 3 Jahre:

  • Dr. med. Alexander Gellner, Postgrabenstraße 29A, 76756 Bellheim; Hausarzt bis Februar 2015
  • Frau Manuela Neuschl (Ärztin für Allgemeinmedizin), Römerstraße 2, 76773 Kuhardt; Hausärztin seit März 2015
  • Prof. Dr. med. Peer M. Humpert (Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie), Stoffwechselzentrum Rhein-Pfalz, Belchenstraße 1-5, 68163 Mannheim
  • Frau Dr. Petra Haberer (Fachärztin für Psychiatrie), Psychiatrische Institutsambulanz, Weinstraße 100, 76889 Klingenmünster

Warum habe ich mich für diese Art der Magenverkleinerung entschieden?

Für mich ist diese Methode die erfolgversprechendste, da ich weder ein „Süß-Esser“ (Sweet Eating) bin, noch habe ich unkontrollierte Fressattacken (Binge Eating). Für mein Übergewicht sind zu große Essensportionen das Problem.
Seit nunmehr knapp 20 Jahren leide ich an – anfangs leichtem – Übergewicht. Bereits im Alter von 18 Jahren begann ich mit meinen ersten Diätversuchen, leider bisher nur mit kurzfristigen Abnahmen gefolgt vom berühmten „Jojo-Effekt“. Mit aktuell einem Körpergewicht von 229,8 kg bei einer Größe von gerade mal 186 cm, was einem BMI von knapp 66,4 kg/m2 entspricht, leide ich inzwischen an einer morbiden Adipositas Grad III , die 1997 von der WHO weltweit als Krankheit anerkannt wurde (Quelle: Adipositas Gesellschaft Deutschland).

Allein schon aus dieser Sicht der Dinge muss dringend etwas geschehen, aber auf herkömmliche Weise schaffe ich das nicht.
Mir ist sehr wohl bewusst, dass mein Übergewicht das Resultat meiner falschen Ernährung und auch der mangelnden Bewegung ist oder war.

Das ein solcher Schlauchmagen kein „Wundermittel“ ist, ist mir durchaus bewusst. Ich sehe ihn vielmehr als „Freund und Helfer“, der mich tagtäglich unterstützen und mir in den Momenten hilft (mich sogar zwingt) durchzuhalten, in denen ich sonst versagt habe. Durch eine solche Reduzierung der Magengröße wird die Aufnahme von Fetten und zu großen Portionen so nachhaltig umstrukturiert und unterbunden, dass hier ein Zurückfallen in alte Essgewohnheiten nicht möglich ist.
Ich habe mich ausführlich mit dem Thema Adipositas-Chirurgie beschäftigt und mich bezüglich OP-Möglichkeiten, OP-Methoden, Voraussetzungen, Risiken, Auswirkungen und Nachsorge, sowie mit der Operation einhergehenden Ernährungsumstellung und der notwendigen Mitarbeit meinerseits ausgiebig informiert. Mir ist vollauf bewusst, dass diese Operation an einem an sich gesunden Organ durchgeführt wird. Jedoch sehe ich darin meine einzige, vielleicht sogar letzte Chance mein Gewicht an ein annähernd normales Maß zu reduzieren und endlich wieder richtig am Leben teilnehmen zu können, da mir doch vieles versagt bleibt.

Ich bitte Sie, mich bei meinem Vorhaben zu unterstützen, damit ich in Zukunft endlich wieder ein lebenswertes und normales Leben führen, mehr Sport treiben und all die Sachen die ich seit Jahren noch nie, oder nicht mehr geschafft habe, nachgehen kann.

In Hoffnung Ihrer positiven Antwort

verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

André Braselmann