Spätere Ernährung

Nach 6 Wochen der vorsichtigen Ernährung muss man nun austesten welche Lebensmittel vertragen werden, und welche nicht. Nichts ist mehr so wie vorher. Jeder Körper reagiert anders.
So kann der eine wunderbar Fleisch essen, der Andere verträgt nur Hühnchen, wieder ein Anderer nichts von beidem.
Der Eine kann Nudeln essen, dem Anderen liegen sie schwer wie ein Stein im Magen.

Aber eines haben Alle gemeinsam: kleinste Portionen reichen aus, um satt zu werden.
So ist z. B. ein halbes Brötchen zum Frühstück anfangs nicht zu schaffen. Nach 5 Nudeln mit Soße ist man satt. 1 kleine Kartoffel mit Quark ist eine vollständige Mahlzeit, usw.

Achten Sie genau auf Ihr Sättigungsgefühl. Sobald es sich meldet hören Sie auf zu essen.
Erstens um nicht zu erbrechen, und zweitens um nicht den Magen wieder zu dehnen.

Der Magen ist ein Muskel, der sich durch Training durchaus wieder dehnen und vergrößern lässt, wodurch dann wieder mehr Nahrung aufgenommen werden kann.
Im schlimmsten Fall wäre die Operation umsonst gewesen.
Auch ein Schlauchmagen erfordert Disziplin, um ihn eben nicht wieder wachsen zu lassen.

Der Magen dehnt sich nach Abheilen der Wunden innerhalb eines Jahres selbst wieder zu einem gesunden Maß aus. Anfangs ist nur ein Viertel Brötchen möglich, ein paar Wochen später evtl. ein Halbes.

Tipps zur Ernährung:

  • trinken Sie eine halbe Stunde vor und nach den Mahlzeiten nichts
  • ziehen Sie Getränke ohne Kohlensäure vor, und trinken Sie in kleinen Schlucken
  • achten Sie genau auf das Sättigungsgefühl
  • servieren Sie ihr Essen auf kleinen Tellern und benutzen Sie eine Kuchengabel, oder einen Teelöffel (so hat das Gehirn die Täuschung einer größeren Portion)
  • kauen Sie langsam und sorgfältig
  • vermeiden Sie sog. „Grasen“, d. h. den ganzen Tag über hier und da eine Kleinigkeit zu essen
  • vermeiden Sie süße Speisen wie Schokolade und Eiscreme, die durch den Magen einfach durchlaufen und kein Sättigungsgefühl erzeugen (von Fett und Kalorien mal abgesehen)
  • denken Sie daran: Sie müssen mitarbeiten und diszipliniert sein, denn leider werden wir nicht im Kopf operiert!